Abiotische Parameter

Die verwendeten Standard Operating Procedures (SOPs) sind als Dateien unter den angegeben Parametern zu finden und können als PDF herunter geladen werden.

Wassertemperatur

Die Temperatur steuert alle wesentlichen Lebensäußerungen der Organismen. Enzymatische Reaktionen und die Aktivität wechselwarmer Organismen folgen der RGT-Regel. Eine Erhöhung der Temperatur um 10 Grad verdoppelt im Durchschnitt die Reaktionsgeschwindigkeit. Allerdings gibt es auch suboptimale Temperaturbereiche (zu kalt oder zu warm), die die Organismen schädigen.  

SOP

Salinität

Die Salinität der Ozeane beträgt ungefähr 36 Promille (später Practical Salinity Units genannt, heute dimensionslos). Ozeane arider Gebiete sind salzhaltiger. Süßwasserzuführ verdünnt das Meerwasser. Aus Salinität und Wassertemperatur werden die großen Wasserströmungen der Weltozeane berechnet.

Der Salzgehalt wird heute überwiegend als Leitfähigkeit gemessen. Näherungsweise gilt das auch für Brackwasser, obwohl dessen Ionenanomalien Ungenauigkeiten einbringen. Süßwasser bringt hje nach geogenem Hintergrund andere Ionen ein: Magnesiumionen oder Karbonate.

SOP

Trübung

Partikel streuen Licht und verringern damit die Transmission einer Probe. In vivo absorbiert kein Mikroorganismus zwischen 700 und 800 nm. Deshalb werden diese Wellenlängen eben zur Trübungsmessung oder auch für trübungsbedingte Blindwerte benutzt. 

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Säurebindungsfähigkeit (pH)

Der pH Wert beschreibt die Säurebindungskapazität des Wassers. Ganz wesentlich wird sie in Gewässern vom geogenen Hintergrund bestimmt, der eine gewisse Pufferkapazität im Wasser vorgibt. Die pH Skala ist logarithmisch.Sinkt der pH Wert um 1 bedeutet, dass die Protonenkonzentration um ca. 10 zugenommen hat.

Ozeane haben ohne weitere Einflüsse einen pH Wert, der etwas über 8 liegt. Eine hohe Primärproduktion (Photosynthese) entzieht Kohlendioxid (und Hydrogencarbonat) aus dem System), was zu einer pH-Steigerung führt. Das ist sowohl diurnal als auch jahresperiodisch deutlich sichtbar. Überwiegen remineralisierende Prozesse (Respiration), sinkt der pH Wert deutlich unter 7.

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Sauerstoffsättigung

Die Sauerstoffverfügbarkeit entscheidet über die Möglichkeit tierischen Lebens und steuert alle Stoffkreisläufe. Physiklaisch stellt sich in Abhängigkeit von der Temperatur, der Salinität und dem Sauerstoffpartialdruck über dem Wasser eine Sättigung von 100% ein. Biologische Aktivitäten können dieses Gleichgewicht in beide Richtungen stark stören. 

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