Gäste sind jederzeit willkommen!

Taufe unseres Forschungsschiffs Nauplius im September 2011. Foto: F. Gladis

Alle Universitätsmitglieder, Gremien und Studierende können Termine für  Veranstaltungen beantragen. Bitte fragen Sie dafür am besten per Email an. Bei gutem Wetter ist die Gruppengröße unbegrenzt. Unser Seminarraum kann ca. 20 Gäste beherbergen. Gern können Sie auch mehrtägige Veranstaltungen planen und bei uns abhalten.

40 jähriges Jubiläum

Vor 40 Jahren wurde unsere Station eröffnet. Das feierten wir am 07.09.2017 mit einem wissenschaftlichen Kolloquium.

70 Ehemalige und aktive Wissenschaftlerinnen und Technikerinnen der Biologischen Station Zingst treffen sich zum wissenschaftlichen Kolloquium. Foto: K-U Schumann
Der Rektor der Universität Rostock überbrachte sehr persönliche Grußworte. Foto: Uni Rostock
Ehemalige im intensiven Erinenrungs- und Erfahrungsaustausch. Foto: Uni Rostock
Doktorandinnen unserer Arbeitsgruppe aus sehr verschiedenen Ländern. Von Japan, über Iran nach Serbien/Kroatien - auch freundschaftlich verbunden. Foto: Uni Rostock

Schon in den späten 1960er Jahren forschten Rostocker Biologen in der Darß-Zingster Boddenkette. Dem ging eine Zeit der Orientierung voraus, in der alle klassischen biologischen Disziplinen ihre Forschungsgegenstände definierten. Für die taxonomisch und zum Teil auch physiologisch arbeitenden Forscher(innen) mussten Untersuchungsgebiete gefunden werden, die jederzeit zugänglich waren.  Das konnten auch und vor allem die Küstengewässer der südlichen Ostsee sein.

Nach langer Suche gelang es, in den 1970er Jahren (für Biologische Stationen erst recht spät), ein geeignetes Gelände, die Genehmigungen und Baukapazitäten zu finden. Am Zingster Strom, der die beiden inneren Boddenteile der Darß-Zingster Boddenkette verbindet, konnte die Biologische Station am 26.09.1977 gegründet werden.

Von Anfang an wurde ein Monitoringprogramm aufgelegt, das hydrologische, chemische und später biologische Parameter sehr engmaschig aufnimmt. Nun verfügen wir über eine sehr lange Messreihe an Wasserqualitätsparametern, die täglich (äquidistant) aufenommen wurden. Aucn Eigenschaften des Sestons und Planktons liegen seit Jahrzehnten in monatlicher - inzwischen wöchentlicher Probennahme vor. In den 2000er Jahren kamen moderne Datenlogger hinzu, die sowohl meteorologische als auch hydrochemische Parameter engmaschig (5-10 minütlich) aufnehmen.

Die Ausbildung konnte stark verbessert werden. So etablierten sich viele Kurse der aquatischen Ökologie, der Wasseranalytik und es konnten botanische sowie zoologische Studien unterstützt werden.

Das feierten wir mit ca. 70 Gästen. Ehemalige und aktive Wissenschaftler(innen), Techniker(innen) und Studierende trafen sich (wieder), tauschten Erinnerungen aus, berichteten von vergangenen Forschungsbedingungen, "immergrünen" Naturbeobachtungen und neuesten Ergebnissen. Der Rektor und ein Vertreter des Bildungsministeriums überbrachten sehr persönliche Grußworte.

Es gab auch Geschenke zum Jubiläum:

  • Ein Film aus dem Jahr 1973 über ein Experiment des damaligen Instituts für Meereskunde (heute IOW), des maritimen Observatoriums der Universität Leipzig (in Zingst), Partnern aus Russland und Polen wurde im Universitätsarchiv gefunden und digitalisiert. Viele Ehemalige fragten bereits nach Kopien.
  • Für Luftbilder des Stationsgeländes und des Zingster Stromes sowie der Insel Kirr hat sich die Stationsleiterin der Biologischen Station Hiddensee weit aus dem Fenster gelehnt - dem Fenster eines Flugzeugs!
  • Es gab auch "alte Daten" und das auf Papier. Nicht ist schöner für jemanden, der/die sich mit Langzeitdatenreihen befasst als Daten aus sehr frühen Jahren. Auch wenn doe Papierform Arbeit bedeutet, scheint es doch eine sehr zuverlässige Datenquelle zu sein.
  • Bücher und Treibstoff (Koffein und zuckerhaltige Lebensmittel) sind immer willkommener Input!
  • Ein weiterer Film entstand aus dem Material der der Weiterbildung. Ein äußerst gelungener Imagefilm. Schnitt, Musik. Sprache, kameraführung - einfach toll!
  • "Alte Fotos" und ein sehr wertvolles Werbeheft aus den 1980er Jahren zum Umweltschutz der DDR im Ostseeraum sind unschätzbare Quellen.
  • Die Gemeinde Zingst und die Kur und Tourismus GmbH nutzen den anschließenden Tag der offenen Tür, um neben Blumen und Glückwünschen auch sehr viel interesse an unserer Arbeit vorbei zu bringen.

Vielen Dank an alle Aktiven und Gäste. Wir werden noch lange von diesem Ereignis zehren und dessen Energie mitnehmen für die nächste Dekade.

Tag der offenen Tür

Am 08.09.2017 öffneten wir unsere Türen für die Öffentlichkeit.

Diese Seenadeln wollen sich nicht fotografieren lassen. Sehen Sie 2? Foto: K-U Schumann

Trotz schlechten Wetters kamen zahlreiche interessierte Anwohner(innen) und Gäste, um unsere Forschungsaktivitäten kennen zu lernen. Kinder konnten mikroskopisch kleine Organismen und auch größere Pflanzen und Tiere bestaunen. Auch unser Forschungsschiff, die Nauplius, konnte erkundet werden.

Unter unseren Gästen waren auch Vertreter der Kur und Tourismus GmbH und der Verwaltung der Gemeinde Zingst. Wir verabredeten, zukünftig öffentlcihkeitswirksame Aktivitäten gemeinsam zu planen, zu bewerben und durchzuführen.